Patrick Freinschlag
Mails im Spam? DKIM & Co. erklärt
Ohne SPF, DKIM und DMARC landen Mails schnell im Spam – was die drei Einträge tun und wie du sie prüfst.
Ein Angebot, eine Rechnung, eine wichtige Antwort – und der Kunde sagt, er habe nie etwas bekommen. Oft steckt dahinter kein Tippfehler, sondern eine fehlende Absenderprüfung. Die großen Mail-Anbieter verlangen inzwischen, dass deine Domain nachweist, wer in ihrem Namen Mails verschicken darf.
Drei Einträge, drei Aufgaben
- SPF legt fest, welche Server Mails für deine Domain verschicken dürfen – zum Beispiel dein Mailserver und dein Newsletter-Dienst.
- DKIM ist eine digitale Unterschrift: Der Server signiert jede Mail, der Empfänger prüft sie mit einem Schlüssel aus deiner Domain. So ist klar, dass die Mail von dir kommt und unterwegs nicht verändert wurde.
- DMARC sagt den Empfängern, was mit Mails passieren soll, die SPF oder DKIM nicht bestehen – zustellen, in den Spam verschieben oder ablehnen – und schickt dir Berichte darüber.
Alle drei sind Einträge im DNS deiner Domain. Für Empfänger sind sie unsichtbar, für Spamfilter entscheidend.
Warum das inzwischen Pflicht ist
Ein Gesetz steckt nicht dahinter, sondern die Regeln der großen Anbieter:
- Google und Yahoo verlangen seit Februar 2024 von allen Absendern mindestens SPF oder DKIM. Wer mehr als 5.000 Mails am Tag an Gmail schickt, braucht SPF, DKIM und DMARC.
- Microsoft verlangt seit Mai 2025 dasselbe von Absendern, die viele Mails an Outlook.com, Hotmail und Live schicken.
- Wer die Regeln nicht erfüllt, landet im Spam – und zunehmend werden solche Mails ganz abgelehnt.
Auch wenn dein Betrieb weit unter diesen Mengen bleibt: Viele Spamfilter werten fehlende Einträge negativ. Und ohne DMARC lassen sich leichter Mails verschicken, die so aussehen, als kämen sie von deiner Domain – das nutzen Betrüger, die sich als dein Unternehmen ausgeben.
So prüfst du deine Domain
Schick dir selbst eine Mail an eine Gmail-Adresse, öffne sie und wähle „Original anzeigen“. Dort steht bei SPF, DKIM und DMARC jeweils PASS oder FAIL. Alternativ zeigen kostenlose Online-Prüfer die Einträge deiner Domain an.
Typische Stolpersteine
- Der Newsletter-Dienst oder das Rechnungsprogramm verschickt im Namen deiner Domain, steht aber nicht im SPF-Eintrag.
- DKIM wäre beim Mailanbieter möglich, wurde aber nie aktiviert.
- Es gibt mehrere SPF-Einträge – dann ist keiner gültig.
- DMARC steht gleich auf „ablehnen“, bevor alle Absender sauber eingerichtet sind – dann verschwinden plötzlich echte Mails.
Am sichersten ist der Weg in Stufen: zuerst SPF und DKIM für alle Dienste einrichten, DMARC mit „none“ starten und die Berichte beobachten, dann auf „quarantine“ und schließlich auf „reject“ verschärfen.
Bei unserem Webhosting mit Mail richten wir SPF, DKIM und DMARC für deine Domain ein – und prüfen, ob auch Newsletter, Shop und Rechnungsprogramm sauber eingebunden sind.